Die magische Welt der Pflanzen 3
Heute möchte ich euch eine botanische Besonderheit zeigen, die besondere Fortpflanzungsstrategien entwickelt hat.
Die Ragwurzen (Ophrys), bilden eine Gattung in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Die Gattung umfasst etwa 60 Arten. Sie sind auch in Österreich zu finden, besonders in Salzburg.
Der botanische Name leitet sich aus dem griechischen “ophrys” = Augenbrauen ab. Der „Begriff“ Ophrys wurde erstmals von Plinius dem Älteren in seinem Werk Naturalis historia erwähnt.
Auffallend sind die sehr farbenprächtigen und außergewöhnlich geformten Blüten, wobei die Lippen oft Insekten ähneln (Sexualtäuschungsblüten, Mimikry). Zusätzlich werden auch Duftstoffe der weiblichen Insekten nachgeahmt, um zusätzliche Bestäuber anzulocken. Dies geschieht während der Zeit, in der nur Männchen und die Weibchen noch nicht aktiv sind.
So besitzt jede Art ein ganz spezielles Insekt (etwa Grabwespen bei der Fliegen-Ragwurz), welches für die Bestäubung sorgt. “Verführte” Männchen kehren später selten zu den Pflanzen zurück. So werden schätzungsweise etwa nur 10 % der jeweiligen Population bestäubt. Da aber jede Pflanze bis zu 12.000 winzige Samen erzeugt, ist dies ausreichend.
Jaja, die Männchen, einmal lassen sie sich ja verführen, das dürften die Hormone sein, aber ein zweites Mal….
Die Bilder zeigen die Bienen-, Fliegen- und Hummelragwurz.
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